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Dies ist die Abschrift eines Artikels aus der KVW-Zeitschrift "kompass" vom März 2004, Seite 14. Verfasst wurde er von Ingeburg Gurndin. 

Ich teile die Aussagen dieses Artikels zu 100 Prozent und glaube, er fasst die wichtigsten Verhaltensregeln eines "sanften Touristen" außerordentlich gut zusammen.


 

Reisen mit Respekt

 

Essen und Trinken: Auch die Speisekarte eines Landes kann zu einer Entdeckungsreise einladen. Probieren Sie und essen Sie dort, wo Einheimische essen. Essen und trinken Sie keine importieren, sondern nationale Waren.

 

Fotografieren: Fotografieren Sie nicht ungefragt und gegen den Willen der Menschen. Verleihen Sie Ihrem Wunsch, zu fotografieren durch eine Bitte, ein Nicken oder ein Lächeln Ausdruck und üben Sie Zurückhaltung, falls diese Bitte abgelehnt wird.

 

Kleidung: In ärmeren Ländern wird oftmals mehr auf die Kleidung geachtet, als uns bewusst ist. Von einem Besucher wird eine angemessene Kleidung als Zeichen des Respekts erwartet. Generell gilt: Schauen Sie sich um, was die Menschen in Ihrem Reiseland tragen. Steht dies in Bezug auf Stil und Stoffmenge in deutlichem Gegensatz zu Ihrem Outfit, dann ist das Fettnäpfchen nicht weit!

 

Miteinander reden: Fremdsprachen sind wichtig. Auch wenn gemeinsame Fremdsprachen die Kommunikation erleichtern, lernen Sie die gebräuchlichsten Worte und Gesten für "Guten Tag", "Auf Wiedersehen" und "Danke" in der jeweiligen Landessprache. Schon ein paar Worte können Brücken bauen, indem sie Ihre Wertschätzung und Ihr Bemühen verdeutlichen. Ein Lächeln sagt oft mehr als tausend Worte, versuchten sie stets freundlich und geduldig zu sein, auch wenn es Probleme gibt.

 

Planung: Fragen Sie konkret nach Reiseangeboten, die auf Umwelt- und Sozialverträglichkeit Rücksicht nehmen.

 

Souvenirs: Richtig ausgewählte Souvenirs sind nette Reiseerinnerungen und können die lokale Wirtschaft stärken. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Souvenirs tatsächlich in Ihrem Urlaubsland erzeugt wurden. 

 

Spenden und Helfen: Der richtige Umgang mit Bettlern ist schwierig. Achten Sie darauf, ob Einheimische etwas geben. "Echte" Bettler sitzen ruhig am Straßenrand. geben Sie nur kleine Münzen. Ignorieren Sie die aufdringlichen und aggressiven "Touristen-Bettler". Erfolgreiche Bettelkinder schwänzen die Schule. bitte geben Sie ihnen nichts, auch wenn es schwer fällt. Es ist sinnvoller, Projekte für Kinder vor Ort zu unterstützen.

 

Umwelt: Entwicklungsländer haben meist keine Müllabfuhr, Müllvermeidung ist daher besonders wichtig. Nehmen sie Sondermüll wie Batterien und Spraydosen wieder mit nach Hause. Benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel und Taxis.

 

Unterkunft: Luxus ist von Reichen für Reiche geschaffen und am Luxus verdienen die Einheimischen oft am wenigsten bis gar nichts. Wie viel gemütlicher könne im Vergleich zu den Luxusherbergen die oft familiengeführten kleinen und mittleren Hotels sein. Mit der Wahl Ihrer Unterkunft könne Sie einen entscheidenden Beitrag zu sozialverträglichem Tourismus leisten! Geben Sie Unterkünften den Vorzug, die in einheimischem Beisitz sind und einheimische Arbeitskräfte zu anständigen Konditionen beschäftigen.

 

Wasser: Wasser, vor allem sauberes Trinkwasser, ist in den Ländern des Südems ein kostbares Gut und sollte nicht gedankenlos verschwendet werden. Duschen Sie bei Wasserknappheit nur kurz und wehren Sie sich gegen tägliches Wechseln der Handtücher und Bettwäsche.

Ingeborg Gurndin


Quellen und zugleich Linktipps: www.lernenundhelfen.de, www.respect.at, www.kvw.org.

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